03.09.2018 / Blog, Unternehmen

Abbauen oder Weiterbetreiben

Zum Jahresende 2020 endet erstmalig der EEG-Vergütungsanspruch von Windenergie-Anlagen, die bis einschließlich des Jahres 2000 installiert wurden. Und was kommt danach? Die Windmüller der ersten Stunde stehen vor wichtigen Weichenstellungen.

In knapp zwei Jahren fallen rund 4.000 Megawatt Altanlagenleistung aus der EEG-Vergütung. Bis 2025 sind es gar 16.000 Megawatt. Wir haben Carsten Hoch, Projektleiter Repowering bei juwi, gefragt:

Welche Möglichkeiten haben Anlagenbetreiber denn im post-EEG-Zeitalter?


Aktuell stehen die Pioniere der Windenergie mehr oder weniger alle vor denselben Herausforderungen: Wie geht es nach den Zeiten gesicherter Einspeisevergütungen weiter mit meinem Windpark? Möchte ich mich selbst um die Vermarktung meines Stroms kümmern? Reicht der erzielte Börsenstrompreis, um meinen Windpark auch weiterhin wirtschaftlich zu betreiben? Auch dann, wenn plötzlich größere Reparaturen anfallen? Im vergangen Jahr lag der Börsenstrompreis bei unter 3 Cent/kilowattstunde.

Die Beantwortung dieser Fragen sollte wohlüberlegt sein. Schließlich geht es um die wirtschaftliche Zukunft des jeweiligen Standortes. Entscheidend ist auch, dass sich Anlagenbetreiber bereits jetzt Gedanken über die Zukunft ihres Windparks machen, denn im Repowering-Fall benötigen Planung, Genehmigungsverfahren und Teilnahme an der Ausschreibung der Bundesnetzagentur eine Vorlaufzeit von rund vier Jahren. Als kompetenter Partner mit der Erfahrung aus über einhunder repowerten Anlagen unterstützt juwi Anlagenbetreiber dabei, die jeweils passende Lösung zu finden.

Prinzipiell haben Anlagenbetreiber mehrere Möglichkeiten: Vom Verkauf oder Rückbau der Anlagen, über den wirtschaftlichen Weiterbetrieb, bis zur Errichtung neuer Anlagen, dem so genannten Repowering. Welche Option die beste für den jeweiligen Standort ist, prüfen wir gemeinsam mit dem Anlagenbetreiber. Entscheidet dieser sich für eine sichere Rendite anstatt für schwankende Erträge, dann machen wir ihm ein wirtschaftliches und faires Angebot zum Erwerb seines Altparks. Der Vorteil für den Anlagenbetreiber: Statt der Unsicherheiten künftiger Erlöse in Abhängigkeit von Windstromaufkommen, Börsenstrompreisen und steigenden Reparaturkosten erhält er eine sichere Zahlung. Die Vergütungs- und Betriebsrisiken nach der EEG-Laufzeit übernehmen wir dann.

Möchte der Anlagenbetreiber seinen Standort repowern, helfen wir mit all unser Erfahrung aus mehr als über 100 repowerten Standorten weiter. Konkret heißt das: Wir erstellen ein individuelles Konzept für den Weiterbetrieb mit moderneren und leistungsstärkeren Anlagen. Für den Betreiber bedeutet das: Mehr Stromertrag und damit mehr Wertschöpfung. Die Grundstückseigentümer profitieren von höheren Pachteinamen. Wir unterstützen aber auch im Falle des Rückbaus. Dann übernehmen wir die komplette kaufmännische und technische Abwicklung aller notwendigen Rückbaumaßnahmen sowie die Verwertung der abgebauten Anlage.

Entscheidet sich der Anlagenbetreiber für den Weiterbetrieb seiner Altanlagen, unterstützt unser Mutterkonzern MVV mit seiner langjährigen Erfahrung in der Direktvermarktung. In einer umfassenden Erstprüfung der Windenergie-Anlage werden alle Kosten und Erlöse bewertet. Auf dieser Grundlage erstellt juwi vor Ort ein umfangreiches technisches Gutachten der Anlage. Aus den gesammelten Daten entwickeln wir mit dem Anlagenbetreiber ein passendes Konzept zur Vermarktung des in den Anlagen erzeugten Stroms – ohne EEG-Förderung. Die Stromvermarktung kann dabei entweder indiziert am Börsenpreis oder über einen Garantiepreis, ergänzt durch eine Beteiligung an Mehrerlösen, erfolgen. Und bei Bedarf kann sie als in einer Kombinationslösung mit der Wartung zum Fixpreis umsetzt werden.


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