25.04.2016 / Presse, Wind

Baustart für juwi-Windpark bei Kalenborn im Landkreis Cochem-Zell

Zufahrtswege werden ausgebaut, Montage-, Lager- und Kranstellflächen geschottert und befestigt: Oberhalb der Ortsgemeinde Kalenborn bei Kaisersesch hat der Wörrstädter Windparkbauer juwi begonnen, die Baustelle herzurichten. Ende des Jahres sollen die drei geplanten Windräder die ersten Kilowattstunden klimafreundlichen Strom liefern. Bis dahin gibt es jedoch noch alle Hände voll zu tun: Fundamente müssen gegossen, Türme errichtet und die Maschinenhäuser samt Rotorblätter gezogen werden.

„Die bauvorbereitenden Maßnahmen werden noch bis zum Frühsommer andauern“, erläutert juwi-Projektleiter Marco Neef den Zeitplan. „Im Anschluss werden die Fundamente ausgehoben, bewehrt und mit Beton ausgegossen.“ Jedes ist rund 20 Meter im Durchmesser und knapp vier Meter tief. Das sorgt für einen allzeit sicheren Stand der Anlagen.

Im Anschluss werden die bis zu 9,50 Meter langen, 3,80 Meter hohen und 40 Tonnen schweren Turmsegmente von einem Spezialkran Schicht für Schicht aufeinandergesetzt – ganz ohne Mörtel oder sonstige Ausgleichsschicht. „Erst wenn die Betonsegmente ihre endgültige Höhe erreicht haben, werden sie verspannt und im Fundamentfuß verankert“, erklärt Neef. Verlängert wird der konisch zulaufende 84 Meter hohe Betonturm abschließend mit zwei je 27,5 Meter langen Stahlrohren. Das verleiht zusätzliche Höhe. Auf diese Weise entstehen insgesamt drei 139 Meter hohe so genannte Hybrid-Türme.

Stehen sie, werden Maschinenhaus und Rotorblätter gezogen. Der gewählte Anlagentyp ist speziell für Binnenlandstandorte konzipiert. Der Rotordurchmesser beträgt 120 Meter. Der 2,5 Megawatt starke Generator wandelt die Energie des Windes dann in klimafreundlichen Strom um. Pro Jahr kommen auf diese Weise rund 25 Millionen Kilowattstunden zusammen. Das reicht aus, um mehr als 8.000 Haushalte mit sauberem Strom zu versorgen. Eingespeist wird der Strom im Umspannwerk Kaisersesch.


„Sind die Anlagen am Netz, beginnt der Rückbau der Baustelle. Die für die Rotorblattlagerung und Montage benötigten Flächen werden dann komplett aufgeforstet beziehungsweise wieder begrünt“, so Neef. Baumfrei bleiben hingegen die Kranstell- und Auslegerflächen. Für diese und andere vom Windpark dauerhaft beanspruchte Flächen wird an anderer Stelle ökologisch höherwertiger Lebensraum für die heimische Tier- und Pflanzenwelt als Ausgleich geschaffen. Die dazu nötigen Verträge sind bereits abgeschlossen. Fast alle Ausgleichsmaßnahmen finden vor Ort statt. Die Ortsgemeinde Kalenborn stellt die dafür geeigneten Flächen zur Verfügung.


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