26.05.2017 / Energie-Allee

Helferin mit Hund

Seit acht Jahren engagiert sich Diana Fluhr mit ihrer Hündin Amy in einer Rettungshundestaffel, seit eineinhalb Jahren ist die Buchhalterin außerdem Betriebsrätin bei juwi. Über die Balance zwischen Job und Ehrenamt.

Vorsichtig und doch zielstrebig bewegt sich die Frau durch das Waldstück, spricht mit ihrer schwarzen Labradorhündin. Die läuft voraus, kehrt um, kommt zurück. Nein, das ist kein gemütliches Stöckchensuchen in der Natur. Hier geht es um ein Menschenleben. Diana Fluhr und ihr Hund sind ein vertrautes Team im Einsatz für die BRH-Rettungshundestaffel Donnersberg e.V. „Kein Wunder! Wir sind im zehnten Jahr unserer Beziehung, Amy kennt mich so gut wie niemand sonst“, sagt Fluhr und geht dem Tier nach. Heute ist es nur eine Übung, doch mehrmals im Jahr alarmiert die Polizeidienststelle die Staffel, fragt Unterstützung an, wenn Menschen vermisst werden. Im Ernstfall muss es am Einsatzort sehr schnell gehen: Jeder in der Staffel weiß, wo sein Platz ist. Fluhr und ihr Hund durchkämmen bei einer Suche eine Fläche von bis zu 40.000 Quadratmetern. Ein Suchtrupphelfer mit GPS- und Funkgerät unterstützt sie. Findet sie mit Amy in ihrem Abschnitt die gesuchte Person nicht, gibt sie ihn frei, und nach einer Pause suchen sie den nächsten Abschnitt ab.

Jeder Rettungseinsatz verlangt von Diana Fluhr und Amy höchste Konzentration.

Teamarbeit zwischen Mensch und Hund

„Natürlich ist der Druck groß, und oft gehen einem die Fälle auch an die Nieren, vor allem wenn die Rettung zu spät kommt.“ Und dennoch: Die Aufgabe erfüllt sie, weil sie gemeinsam mit ihrer Hündin helfen möchte. Mal geht es um einen verirrten Pilzsammler, mal um ein abgestürztes Kleinflugzeug in unwegsamem Gelände – jeder Fall ist einzigartig und die Suche abhängig von den Gegebenheiten des Gebiets, der Witterung, sogar von dem vermissten Menschen selbst. Alle Mitglieder der Staffel sind zu 100 Prozent Ehrenamtliche. Sie zahlen die Ausrüstung selbst und haben umfangreiche Lehrgänge für diese Arbeit absolviert. Auch die Hunde – oft Retriever-Rassen – sind für das Wittern menschlicher Spuren in der Natur ausgebildet. Sitz der BRH-Rettungshundestaffel Donnersberg e.V. ist das nordpfälzische Göllheim. Von hier aus deckt der Verein die gesamte Region bis Mainz, Worms, Kaiserslautern und rund um den Donnersberg ab.

So ernst die Aufgabe ist, so leidenschaftlich ist Diana Fluhr bei der Sache: „Es geht um echte Teamarbeit zwischen Mensch und Hund. Das ist für mich einfach großartig.“ Sie selbst ist im Vorstand des Vereins. Außerdem bildet sie neue Hundeführer mit deren Hunden aus, kümmert sich schließlich noch um die Öffentlichkeitsarbeit und ist zudem auch Schriftführerin.
Gegen das Amt des Kassenwarts hat sie sich bewusst entschieden – die Zahlen sind ja ihre Welt bei juwi. Fluhr ist hier Hauptbuchhalterin für die größte Gesellschaft, die juwi Energieprojekte GmbH. Bei ihrer Arbeit geht es unter anderem darum, die abschlussrelevanten Buchungen zu tätigen, Reportings pünktlich fertigzustellen und Fragen der Wirtschaftsprüfer zu beantworten. Das ist seit der Mehrheitsbeteiligung durch den Mannheimer Energieversorger MVV Energie noch komplexer. Für Fluhr und ihre Kollegen heißt das nämlich: Sie müssen Abschlüsse nach den zwei unterschiedlichen Rechnungslegungsstandards HGB und IFRS erstellen. Hinzu kommt, dass die beiden Unternehmen auch noch versetzte Geschäftsjahre haben.

Für Diana Fluhr und ihre Kollegen heißt das: Doppelt reinhängen! Mit Beharrlichkeit wühlt sich die Buchhalterin durch die Zahlen, manchmal auch auf der Suche nach einem Cent, der sich in einer Zahlenrundung versteckt. Da braucht es gute Nerven und Sinn fürs Detail. „Eigentlich bin ich eher zufällig zu meinem Beruf gekommen – über meine Ausbildung bei einem Steuerberater und den Einstieg in ein mittelständisches Unternehmen“, schildert die gebürtige Mainzerin. Nach 14 Jahren und einer Weiterbildung an der Abendschule zur Bilanzbuchhalterin hat sie 2013 bei juwi angefangen. „Hier will ich arbeiten, habe ich morgens gedacht, wenn ich an den juwi-Gebäuden vorbeigefahren bin, und mich einfach beworben.“ Sie wirkt zufrieden, wenn sie über ihre Arbeit spricht. Im Jahr 2015 hat sie noch ein weiteres Themenfeld bei juwi für sich entdeckt, jenseits von Bilanzen und Abgabeterminen: Als Betriebsrätin der juwi AG und stellvertretende Konzernbetriebsratsvorsitzende der juwi-Gruppe ist es ihr wichtig, sich um die Belange der Menschen bei juwi zu kümmern. „Mich interessiert besonders der soziale Teil meiner Arbeit, der Austausch mit Kollegen aus den anderen Gesellschaften, mit denen ich vorher keine Berührungspunkte hatte.“ Der Blick auf die juwi-Gruppe mit ihren vielfältigen Themen gefällt ihr.

Volle Konzentration erfordert auch der Job der Buchhalterin bei juwi.

Balance zwischen Arbeit und Ehrenamt

Diana Fluhr ist ein positiver Mensch – auch wenn Schwarz ihre Lieblingsfarbe und so etwas wie ihr Markenzeichen ist, „ein Überbleibsel von meiner Schwärmerei für den Gothic-Look“.
Auch Fluhrs Tag hat nur 24 Stunden, da heißt es, die Balance zu finden zwischen den Ehrenämtern als Betriebsrätin, Retterin mit Hund und ihrem Beruf. Das Buchhalterteam, mit dem sie zusammenarbeitet, unterstützt sie in der täglichen Arbeit. Das rechnet sie den Kollegen hoch an. Im Team der Finanzbuchhaltung fühlt sie sich jedenfalls gut aufgehoben, weil bei allen Anforderungen auch das Lachen nicht zu kurz kommt. Gut lachen hat sie auch in Sachen Hund. In Kürze geht Amy in den Rettungshunde-Ruhestand, und Diana Fluhr durchläuft mit der Nachfolgerin, einer kleinen, schwarzen Labradordame, erneut das Ausbildungsprogramm zum Rettungs- und auch zum Besuchshund. Denn die Staffel rückt nicht nur zu Noteinsätzen aus: Die Hunde besuchen zum Beispiel Kindergärten oder Seniorenheime, um die Erfahrung zu schenken, wie es sich anfühlt, einen Hund zu streicheln und Vertrauen zum Tier zu fassen. Auch bei dieser Aufgabe ist Diana Fluhr mit vollem Herzen dabei – im Einsatz für Menschen mit ihrem Hund an der Seite.


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