23.03.2016 / Blog

Plastikfrei durch den Tag

Ohne Plastik durch den Tag? Unser Pressesprecher Felix Wächter und seine Familie versuchen es.

Pressesprecher Felix Wächter mit Familie
Felix und seine Familie.

Immer häufiger sieht man Bilder von Plastikmüll in den Weltmeeren und verendeten Tieren. Für Umweltministerin Barbara Hendricks ist Plastikmüll ein „riesiges Problem“. Und auch im Handel wird die Plastikproblematik mittlerweile wahrgenommen: So verzichten beispielsweise große Drogerieketten seit kurzem auf kostenfreie Plastiktüten. Damit ist es für Viele allerdings auch getan.

Monika, Felix, warum habt ihr euch dazu entschieden, plastikfrei zu leben und wie kann man sich das im Alltag vorstellen?

Beim Blick in den gelben Sack ist uns irgendwann aufgefallen, wie viel Plastikmüll wir eigentlich pro Woche produziert haben. Das war schon eine ganze Menge, vor allem Verpackungsmüll. Also haben wir uns gefragt, wie wir diesen Müllberg reduzieren können. Als erstes haben wir damit angefangen Milch und Joghurt ausschließlich im Glas zu kaufen. Im normalen Supermarkt stößt man dann allerdings relativ schnell an Grenzen, was plastikfreie Produkte angeht. Selbst Gemüse ist in Plastikfolie eingeschweißt. Wir gehen deshalb jetzt zweimal die Woche zum Markt und bringen unsere eigenen Baumwolltaschen oder Mehrwegverpackungen mit, so dass die Verkäufer uns Obst, Gemüse, Fleisch oder Käse direkt einpacken können. Am Anfang haben die Händler etwas irritiert geschaut, mittlerweile haben sie sich daran gewöhnt. Zudem verzichten immer mehr Leute auf Plastikverpackungen und Plastiktüten beim Einkauf. Neben dem Wochenmarkt gibt es in mehreren deutschen Städten bereits „unverpackt“-Läden. Dort kann man Lebensmittel direkt in mitgebrachte Gläser oder andere Verpackungen abfüllen.

Richtig schwierig wird es aber bei Kosmetik-Produkten. In diesem Bereich gibt es fast nur Produkte in Plastikverpackungen zu kaufen. Mit ein wenig Inspiration von Blogs oder Webseiten kann man aber auch hier etwas ändern: Wir machen mittlerweile unsere Zahnpasta, Waschmittel und verschiedene Cremes selbst. Viele Zutaten bekommt man im Bioladen, in der Apotheke oder online – und das Anrühren geht erstaunlich schnell und einfach.

„Ihr Ökos“, sagen viele unserer Freunde. Die meisten finden das, was wir machen, aber gut. Nur für sich selbst können sie es sich nicht immer vorstellen. Das Schönste für uns ist allerdings, dass Keyla wie selbstverständlich mit einem gesunden Verständnis für Müll und Verschwendung aufwächst.

Wer mehr zum plastikfreien Leben erfahren will, dem empfehlen Felix und Monika Webseiten wie smarticular.net oder den Blog von Lauren Singer, einer Pionierin der „Zero-Waste-Bewegung“.


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