20.04.2016 / Blog

Vom einfachen Verbrenner zur individuellen Mobilitätsoption

Elektromibilität
Jonas Sägesser, unser Experte für Elektromobilität

Gerade erst gab es einen riesigen Hype um die Vorstellung des neuen Tesla-Elektroautos Model 3. Auch andere Hersteller setzen auf Elektromobilität mit größeren Reichweiten und günstigeren Preisen. Das sei immer noch zu teuer und unpraktisch, meinen Kritiker. Wie aber sieht Elektromobilität im Alltag aus? Wir haben mit Jonas Sägesser gesprochen, der sich bei juwi um nachhaltige Mobilität kümmert.

Jonas, juwi setzt auch im Fuhrpark auf Nachhaltigkeit und setzt sowohl dort als auch bei den Dienstwagen schon seit längerem Elektroautos ein. Wie funktioniert das und hat das Thema Elektromobilität wirklich Zukunft?

Elektromobilität gehört zur juwi-Unternehmensphilosophie. Wir haben die Vision von einer hundertprozentigen Stromversorgung aus erneuerbaren Energien, dazu gehört auch die Elektromobilität. In unserem Fuhrpark haben wir momentan etwa 10 Prozent Elektroautos, ähnlich verhält es sich bei den Dienstwagen. Diese Werte sind für den Moment schon gut, wir wollen den Anteil der Elektromobilität zukünftig allerdings weiter erhöhen. Dazu tragen zum einen neue Automodelle mit besseren Reichweiten bei, aber auch ein neues Buchungssystem für die Unternehmensflotte, das wir in den letzten Jahren entwickelt haben: Der Nutzer gibt die Route der Dienstreise in ein System ein, danach wird ihm angezeigt, ob er ein E-Fahrzeug benutzen kann oder auf ein konventionelles Auto zugreifen muss. Das scheint erst einmal einfach, dahinter liegt jedoch ein recht komplizierter Prozess: Das System wertet die Fahrzeugdaten aus, misst die Außentemperatur, analysiert die Strecke und entscheidet dann, ob eine Fahrt mit dem Elektroauto möglich ist. Das neue Buchungssystem wird im Sommer ausgerollt. Damit werden wir den Anteil der Fahrten mit Elektroautos noch einmal erheblich steigern können, denn bisher müssen wir immer im Einzelfall prüfen, ob eine bestimmte Strecke für unsere Elektroautos geeignet ist. Das Buchungssystem ist Teil des eMOMA-Projekts, bei dem sich juwi gemeinsam mit anderen um die Entwicklung innovativer Nutzungsmodelle für Elektrofahrzeuge und nachhaltiger Mobilitätskonzepte kümmert. Das Projekt wird übrigens mit Mitteln des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. Die Programmkoordination verantwortet die NOW Gmbh, Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie.

Insgesamt kann man sagen, dass sich die Mobilitätsbranche im Wandel befindet: Vom  einfachen Verbrennungsmotor hin zur individuellen Mobilitätsoption. Für Unternehmensflotten gibt es bereits viele weitere Ideen zum Car-Sharing, bei dem Unternehmensautos auch an andere Firmen oder Privatpersonen verliehen werden. In den Städten haben schon viele Menschen keine Autos mehr, nutzen stattdessen Car-Sharing. Aber auch im ländlichen Raum wird sich perspektivisch einiges ändern. Auch dort wird es zukünftig Car-Sharing-Angebote geben. Und der Anteil an Elektroautos wird zunehmen. In zehn Jahren werden mehr und mehr Haushalten ein Elektroauto besitzen, und zwar nicht nur als Zweitwagen.


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