23.03.2016 / Wind, Presse, Komplexe Standorte

Windpark Ludwigsau-Klosterstein: Die ersten Rotoren drehen sich bereits

Sauberer Windstrom für mehr als 20.000 Haushalte / Ausgleichsmaßnahmen schaffen ökologisch höherwertigen Lebensraum für heimische Tier- und Pflanzenwelt

Windpark_Ludwigsau
Bis Ende des Monats gehen alle sieben Windräder in Betrieb und liefern dann jährlich Ökostrom für 20.000 Haushalte.

Bis 2019 soll ein Viertel des Stromverbrauchs in Hessen aus erneuerbaren Energien stammen. 2050 soll die Stromproduktion komplett auf Sonne, Wind und Co. umgestellt sein, so das Ziel der Landesregierung. Einen wichtigen Beitrag hierzu leistet die Gemeinde Ludwigsau im Landkreis Hersfeld-Rotenburg. In Kürze erzeugen dort sieben Windräder vom Typ Vestas V112 Ökostrom für mehr als 20.000 Haushalte. Gebaut werden sie vom rheinhessischen Projektentwickler juwi. Bis Ende des Monats soll der Windpark komplett am Netz sein.

Auf der Baustelle am Klosterstein laufen die letzten Arbeiten. „Wir liegen gut im Zeitplan und sind zuversichtlich bis Ende März alle Anlagen in Betrieb nehmen zu können“, sagt juwi-Bauleiter Michael Kaiser. Sind sie am Netz, werden auch die Sichtweitenmessgeräte an den Windrädern aktiviert, so dass bei guter Sicht die Sicherheitsbeleuchtung um bis zu 90 Prozent gedimmt werden kann.

„Aufgrund der räumlichen Nähe zum Heeresflugplatz Fritzlar unterliegen drei der Anlagen einer Höhenbeschränkung“, erläutert Kaiser. „Sie haben kürzere Türme und eine Nabenhöhe von lediglich 119 Metern.“ Die anderen Windräder sind mit Nabenhöhen von 140 Metern deutlich höher.

Sind die Anlagen am Netz, beginnt im April der Rückbau der Baustelle. Ab Herbst werden die für die Rotorblattlagerung und Montage benötigten Flächen zudem komplett aufgeforstet beziehungsweise wieder begrünt. Baumfrei bleiben hingegen die Kranstell- und Auslegerflächen.
Für diese und andere vom Windpark dauerhaft beanspruchte Flächen wird an anderer Stelle ökologisch höherwertiger Lebensraum für die heimische Tier- und Pflanzenwelt als Ausgleich geschaffen – so sieht es die erteilte Genehmigung vor. „Der Gemeinde und juwi ist es wichtig, dass die vorgeschriebenen Ausgleichsmaßnahmen vor Ort umgesetzt werden und den Bürgerinnen und Bürgern von Ludwigsau zur Verfügung stehen“, so Kaiser weiter. „So unterstützt juwi unter anderem in enger Abstimmung mit den Naturschutzbehörden und dem Forst die Gemeinde bei der Renaturierung des Fischteichs am Unterlauf des Meckbachs im Bereich der Fulda-Aue.“ Insgesamt investiert der Projektentwickler einen sechsstelligen Betrag in ökologische Ausgleichsmaßnahmen vor Ort.

Seit 2010 steht juwi mit den Bürgerinnen und Bürgern in Ludwigsau im Dialog und informierte über den Projektfortschritt. Zudem unterstützt das Unternehmen die Gemeinde bei der Erhebung der vom Windpark ankommenden Schallimmissionen. In Abstimmung mit der Gemeinde und der Bürgerinitiative „Für ein l(i)ebenswertes Ludwigsau“ wurde dazu ein passender Messstandort im Ortsteil Hainrode identifiziert. Die so genannte Nullmessung wurde im Januar durchgeführt. Nach Ende des ersten Betriebsjahrs des Windparks erfolgt eine erneute Schallmessung, um die Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Schallgrenzwerte sicherzustellen.


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Felix Wächter, Pressesprecher der juwi-Gruppe

Felix Wächter
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