15.01.2016 / Wind, Komplexe Standorte, Presse

Windpark Oberkochen eröffnet

Sauberer Windstrom für rund 6.000 Vierpersonen-Haushalte

Übergabe Windpark Oberkochen

Mehr als 23 Mio. Kilowattstunden Strom erzeugen die vier Windräder mit einem Rotordurchmesser von 117 Metern im neuen Windpark Oberkochen (Ostalbkreis), der jetzt von den Stadtwerken Tübingen (swt) und dem Wörrstädter Projektentwickler juwi eröffnet wurde. Es ist nach dem Standort Weikersheim-Nassau der zweite Windpark der Stadtwerke Tübingen in Baden-Württemberg und der bereits siebte mit swt-Beteiligungen insgesamt. Bis zum Jahr 2020 möchte die swt die Hälfte des Strombedarfs im Tübinger Netz aus Erneuerbaren Energien selbst erzeugen.

Das gemeinsame Projekt der Stadtwerke Tübingen mit der juwi Energieprojekte GmbH und der KommunalPartner Beteiligungsgesellschaft unterstützt auch die Ziele des Landes Baden-Württemberg. Bis 2020 soll der Anteil erneuerbarer Energieträger an der Bruttostromerzeugung mindestens 38 Prozent ausmachen. Derzeit liegt dieser Wert bei rund 24 Prozent. Der Windkraft wird das größte Ausbaupotential zugesprochen. Bei der Eröffnung des neuen Windparks Oberkochen auf der Fläche des Landesbetriebs Forst Baden-Württemberg (ForstBW) betonte Baden-Württembergs Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, Franz Untersteller: „Der Windpark in Oberkochen stellt einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Energiewende und Klimaschutz dar, und zwar sowohl für den Ostalbkreis und die gesamte Schwäbische Alb als auch für das Land Baden-Württemberg. Die heutige Inbetriebnahme zeigt, dass sich die Dynamik beim Ausbau der Windkraft im Land auch im Jahr 2016 fortsetzen wird.“

Mit dem neuen Windpark können ca. 6.000 Vierpersonenhaushalte allein durch die Kraft des Windes mit Strom versorgt werden. Für die Umwelt bedeutet das eine Einsparung des klimaschädlichen
Treibhausgases CO2 von rund 12.000 Tonnen jährlich. Der Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtwerke Tübingen, Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer, verwies auf den wichtigen Beitrag neuer Projekte im Bereich Erneuerbarer Energien: „Damit die jüngst auf dem Klimagipfel in Paris ausgehandelten globalen Ziele erreicht werden können, bedarf es eines konkreten kommunalen Handelns. Erfolgreich umgesetzte Projekte wie der Windpark Oberkochen sind wichtige Triebfedern, die hier vor Ort den globalen Klimaschutz voranbringen. Das ist ein wesentlicher Beitrag, den Energieversorger wie die Stadtwerke Tübingen und die KommunalPartner hier leisten.“

„Für den Ausbau der Windkraft im Ostalbkreis ist der Windpark Oberkochen ein wichtiger Baustein,
der das Engagement des Landkreises beim Ausbau Erneuerbarer Energien mit einer beeindruckenden
Windkraftanlage sichtbar macht“, so Klaus Pavel, Landrat des Ostalbkreises.

Oberkochens Bürgermeister, Peter Traub, unterstrich seinerseits die gelungene Zusammenarbeit zwischen Projektpartnern und der Gemeinde: „Oberkochen stellt sich offen und aktiv den Themen Ökologie und Ausbau Erneuerbarer Energien. Der neue Windpark ist der Beweis, dass Oberkochen mit guten Projekte und verlässlichen Partnern die Energieversorgung von morgen anpackt.“

Für die Stadtwerke Tübingen bedeutet die Inbetriebnahme des Windparks Oberkochen einen großen Schritt, wie Ortwin Wiebecke, Sprecher der Geschäftsführung der swt und Geschäftsführer der KommunalPartner, formulierte: „Mit diesem Windpark kommen wir unserem Ziel, spätestens in fünf Jahren 50 Prozent des Tübinger Strombedarfs selbst und ausschließlich mit Erneuerbaren Energien abzudecken, ein gutes Stück näher. Der leistungsstarke Windpark Oberkochen erhöht nochmals die Erzeugungskapazität unserer bestehenden Anlagen für Wasser-,Sonnen- und Windkraft. Mit unserem neuen Windpark haben wir bereits annähernd 40 Prozent eigen erzeugten Stroms aus Erneuerbaren Energien erreicht, was beweist: wir sind auf einem sehr guten Weg.“

Finanzierungspartner der Stadtwerke Tübingen für den Bau der vier Windkraftanlagen im Windpark
Oberkochen und damit auch Anteilseigener ist die Beteiligungsgesellschaft KommunalPartner. Der Verbund aus sechs kommunalen baden-württembergischen Stadtwerken hat sich zum Ziel gesetzt, die Energiewende in Zusammenarbeit mit Gemeinden und Kommunen voranzutreiben. Dazu gehören auch die jedes Windpark-Projekt begleitenden Natur- und Tierschutzmaßnahmen. So legten seit der Genehmigung der Anlage im Mai 2014 alle Projektpartner einen besonderen Schwerpunkt beispielsweise auf den effektiven Schutz beheimateter Fledermäuse. Bevölkerung und Interessierte konnten den Baufortschritt in einem Online-Bautagebuch mitverfolgen.

Auch für die juwi Energieprojekte GmbH, die das Projekt umgesetzt hat, ist die Inbetriebnahme ein Erfolg, betont Geschäftsführer Thomas Broschek: „Der Windpark Oberkochen ist der zweite von juwi entwickelte Windpark in Baden-Württemberg und ein wichtiger Beitrag für die Energiewende in Süddeutschland. Der Verkauf des Windparks an ein Baden-Württembergisches Stadtwerk bestätigt die juwi-Firmenphilosophie, in deren Zentrum, neben der notwendigen Wirtschaftlichkeit der Projekte, auch stets das Bemühen steht, die regionale Wertschöpfung zu stärken. Deshalb freut es uns umso mehr, dass wir mit den Stadtwerken Tübingen einen regionalen Energieversorger gefunden haben, der die Anlagen künftig betreiben wird.“ Das Projekt in Oberkochen ist nach dem Windpark Weikersheim-Nassau, der im letzten Jahr in Betrieb genommen wurde, bereits die zweite Zusammenarbeit der Stadtwerke Tübingen mit juwi.


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