08.11.2016 / Blog

Der Sonne auf der Spur

juwi-Bauleiter Norbert Borchert bringt die Solarenergie in viele Länder der Welt – und ist dabei Pionier und Aufklärer zugleich.

Viele Jahre gehörte Deutschland zu den größten Solarmärkten, inzwischen boomt die Sonnenergie rund um den Globus. Kaum einer weiß das besser als Norbert Borchert, der für juwi Solarparks in Ägypten, Thailand, Indien, USA, England, Spanien, Südafrika, Ruanda und auf den Malediven gebaut hat. Gerade kommt er aus Australien zurück. Wir haben ihn gefragt: Wie hast Du die Entwicklung der Solarenergie in den vergangenen Jahren erlebt?

Aus nächster Nähe: Immer mehr Länder entdecken ja die Chancen, die die Solarenergie bietet und zwar sowohl aus Kostengründen als auch wegen des Klimaschutzes. Dementsprechend viel bin ich den vergangenen Jahren herumgekommen.

Ich habe auch oft in ärmeren Ländern gearbeitet, vor allem in Äquatornähe, dort wo die Sonneneinstrahlung am stärksten ist. Wenn ich in die Länder komme, dann ist das meist in einem frühen Stadium des Solarausbaus. Dementsprechend wenig Wissen gibt es über die Energieerzeugung aus Sonnenkraft. Wir leisten hier oft echte Pionierarbeit. Selbst bei den Energieversorgern musste ich schon häufig Aufklärungsarbeit in puncto Solarenergie leisten.

Hier geht unsere Arbeit weit über den Bau von Solarparks hinaus. Wir legen eine Basis für eine neue, saubere Form der Energieerzeugung. Aber das macht für mich auch den Reiz meiner Aufgabe aus. Ich kann viel mehr als die technische Umsetzung eines Solarparks hinterlassen. Indem ich mit vielen Menschen in den Ländern spreche, trage ich auch zum Bewusstseinswandel vor Ort bei.

Das kann auf ganz unterschiedliche Art und Weise geschehen: In Ruanda haben wir 2007 die größte Anlage in ganz Afrika gebaut. Der Energieminister bat mich dann, bei der Eröffnung eine Gruppe von Politikern durch den Solarpark zu führen. In Indien kamen mehrfach große Busse mit insgesamt über 600 Studenten zu uns auf die Baustelle, um sich die Sonnenergie erklären zu lassen. Und auf den Malediven haben wir den örtlichen Technikern täglich das Grundlagenwissen für die Solarenergie vermittelt, mit theoretischem und praktischem Unterricht. Ich bin offen für solche Dinge. Mir macht es Spaß, mein Wissen über die Solarenergie an andere weitere zu geben. Und manchmal fühle ich mich dabei fast wie ein Missionar in Sachen Solarenergie.


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